Herzlich Willkommen :)

In diesem Forum möchte ich Frauen und Männern die möglichkeit geben über das Thema Kinderwunsch , sowie dem Thema Fehlgeburt zu sprechen.

In uns allen steckt der Wunsch einer eigenen Familie. Bei manchen geht dieser Wunsch schnell und ohne probleme in erfüllung, bei anderen jedoch nur sehr schwer bis garnicht.

In diesem Forum können sich Frauen und Männer über ihre erfahrungen austauschen .

Ich möchte Frauen helfen über eine Fehlgeburt besser hinweg zu kommen indem man sich darüber unterhält. Alleine ist es nur sehr schwer zu verstehen und zu verkraften.

Ich habe bereits in Facebook eine Gruppe gegründet über dieses Thema.

Siehe Link:

https://www.facebook.com/KinderwunschUndFehlgeburten?fref=ts

Jetzt möchte ich etwas über mich erzählen.

Ich erlitt im November 2012 selbst eine Fehlgeburt. Es hatte mich ziemlich mitgenommen da ich mir seit Jahren eine eigene kleine Familie wünsche und es sehr schwer hatte bis zur ersten Schwangerschaft. Ich hatte auch zuerst garnicht bemerkt dass ich Schwanger bin. Ging ganz normal zur Arbeit und dachte immer daran wie schön es wäre, einen kleinen Windelpupa in den Armen zu halten. Ich habe auch meine Schwestern immer beneidet, da sie bereits Kinder haben. Bei der Geburt meines jüngsten Neffen war ich dabei. Klar, anfangs ist man ziemlich überfordert ,da man ja nicht genau weiß wie man mit so einem kleinen Zwerg umgehen soll. Man passt immer ganz genau auf dass das Baby nicht weint und alles hat , was es braucht.

 Als er anfing, sprechen zu lernen , hatte er immer versucht meinen Namen richtig auszusprechen. Er ist die die Wohnung gekrabbelt,hat an alle Türen geklopft und meinen Namen "versucht" gerufen.

Jetzt wo der kleine 5 Jahre alt ist, weiß ich einfach dass ich eine eigene Familie möchte. Vielleicht ist der Wunsch bei mir ausgeprägter als bei anderen Frauen in meinem Alter, aber ich bin mir meiner sache zu 100% sicher.

Unerfüllter Kinderwunsch

Ich weiß was in Frauen los ist, wenn sie einen großen Kinderwunsch verspühren oder eine Fehlgeburt hatten. Ich hoffe sehr, dass ich mit dieser Homepage, mit diesem Forum , etwas helfen kann und Seiten von Mamiweb-eXtra und Sternenkinder ebenfalls helfen.

eXtra - Kinderwunsch

 

Kinderwunsch und die fruchtbaren Tage
Will eine Frau schwanger werden, sollte sie ihren monatlichen Zyklus kennen. Der Kinderwunsch wird schneller erfüllt, wenn die Frau ihren Eisprung und somit ihre fruchtbaren Tage berechnen kann. Wir erklären, wie.
 

Ernährung beeinflusst die Fruchtbarkeit der Frau
Immer häufiger leiden Frauen mit Kinderwunsch unter Fruchtbarkeitsstörungen. Bis zu 45% der Frauen weltweit weisen eine verminderte Fruchtbarkeit auf.

Endometriose und Schwangerschaft

Endometriose ist ein häufiger Grund für unerfüllten Kinderwunsch. Etwa jede zehnte Frau im fruchtbaren Alter ist von der Krankheit betroffen. Was steht im Hintergrund dieser Krankheit ?

 

eXtra: Ernährung bei Kinderwunsch

Noch heute erleiden 15 bis 20% der Frauen im Lauf ihres Lebens eine Fehlgeburt: Eine äußerst schmerzliche Erfahrung für eine werdende Mutter ... Was sind die Anzeichen und Ursachen einer Fehlgeburt (medizinisch: Abort)? Kann man sie vermeiden? Und wie geht es nach einem Spontanabort weiter? Wir klären Sie auf!

Was passiert?
Die Fehlgeburt tritt meist im frühen Schwangerschaftsstadium ein: Der Schwangerschaftstest, der bisher ein positives Ergebnis angezeigt hat, ist auf einmal negativ, einige Tage später wird das Ei unter schmerzlichen Blutungen ausgestoßen.

Die Anzeichen einer Fehlgeburt
Die ersten Symptome einer Fehlgeburt können in Form von Blutungen oder Schmerzen auftreten: Krämpfe, Erbrechen, Regelschmerzen...
Achtung, nicht jede Blutung weist auf eine Fehlgeburt hin, daher muss sie unbedingt von einem Arzt untersucht werden. Ein leichter, unregelmäßiger Blutverlust kann normal sein (und von der Gebärmutter oder der zukünftigen Plazenta kommen, z.B. bei der Einnistungsblutung). Stärkere oder regelmäßigere Blutungen mit Klümpchen kündigen dagegen oft eine bevorstehende Fehlgeburt an. Manchmal weisen auch die verschwundenen Schwangerschaftssymptome auf einen Abort hin (die Brüste schwellen ab, die Übelkeit hört auf).
 
Was muss man bei einer Fehlgeburt tun?
Gehen Sie zu Ihrem Arzt, um sich einer Ultraschalluntersuchung zu unterziehen.
- Eine spontane und vollständige Ausstoßung (Abortus completus) erfordert keinen medizinischen Eingriff.
- Bei einer unvollständigen Ausstoßung (Abortus incompletus) wird eine Prostaglandin-Tablette (ein Hormon, das bei einem natürlichen Schwangerschafts-verlauf am Ende der Schwangerschaft die Geburt auslöst) verabreicht um künstliche Kontraktionen einzuleiten und die Gewebereste zu entfernen. Bei Bedarf kann der Arzt die Absaugmethode einsetzen: Ein kleines Röhrchen wird an eine Pumpe angeschlossen um den Uterus zu entleeren. Der Arzt kann auch eine sog. Kürretage (oder "Abrasio") durchführen, bei der die Gebärmutterschleimhaut ausgeschabt wird. Dieser Eingriff findet unter Vollnarkose statt und erfordert anschließend meistens einen kurzen stationären Aufenthalt.
- Einer Fehlgeburt im Spätstadium muss aufgrund eines erhöhten Blutungsrisikos im Krankenhaus behandelt werden. Das Ausstoßen des Fötus wird unter Periduralanästhesie oder unter Vollnarkose vorgenommen. Sobald die Gewebereste aus der Gebärmutter entfernt worden sind beginnt ein neuer Zyklus.
 
Die Risiken einer Fehlgeburt
Bei den meisten Fehlgeburten bleibt die Ursache ungeklärt, da generell eine komplizierte Verkettung biologischer, infektiöser und psychologischer Umstände den Abort auslöst. Oft werden Müdigkeit oder Stress als Auslöser genannt, doch die Auswirkungen dieser Faktoren konnten nie nachgewiesen werden.
- Fehlgeburt im Frühstadium (Frühabort)
In den ersten zweieinhalb Schwangerschaftsmonaten eintretende Fehlgeburten werden im Allgemeinen durch eine Fehlentwicklung des Eis ausgelöst: Anlagestörungen (z.B. Windei) oder Chromosomanomalien im Erbgut des ungeborenen Kindes führen zur natürlichen Ausstoßung des nicht lebensfähigen Eis. 50% der Fehlgeburten ereignen sich in den ersten 6 Schwangerschaftswochen. Diese Fehlentwicklungen sind rein zufallsbedingt.

- Fehlgeburt im Spätstadium (Spätabort)
Bei einem Abort nach den ersten zweieinhalb Schwangerschaftsmonaten spricht man von einer Fehlgeburt im Spätstadium. Im Gegensatz zu Frühaborten sind Fehlgeburten im Spätstadium weniger auf genetische als auf "äußere" Ursachen zurückzuführen:
- Schwäche des Gebärmutterhalses: Der Gebärmutterhals, der die Gebärmutter nach unten hin abschließt, bleibt offen und erweitert sich bei jeder Kontraktion, obwohl er eigentlich kräftig und geschlossen bleiben muss. (Der Gebärmutterhals muss in diesen Fällen eingeengt werden damit die nächste Schwangerschaft erfolgreich zu Ende gebracht werden kann).
- Bakterielle Infektionskrankheiten wie die Listeriose (die durch einen Keim entsteht, der in unpasteurisierten Rohmilchkäsesorten vorkommt).
- Fehlbildungen der Gebärmutter (ein zu kleiner, doppelter oder abgetrennter Uterus).
- Weitere Faktoren, die das Fehlgeburtsrisiko leicht erhöhen: Alter, Rauchen oder "eingreifende“ Testmaßnahmen wie die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese).

Nach einer Fehlgeburt
Es fällt uns heute vielleicht noch schwerer Fehlgeburten zu akzeptieren als früher, weil wir in Anbetracht der zunehmenden technischen Fortschritte die Illusion haben, das Leben beherrschen zu können. Auch die Tatsache, dass das Leben in einem immer früheren Stadium nachgewiesen werden kann, unterstützt diesen Eindruck.
Wie jeder menschliche Verlust bringt auch eine Fehlgeburt immer ein Bedürfnis nach Trauer mit sich. Zusätzlich zu diesem Schmerz quält die Frauen nach einem Abort oft auch ein starkes Schuldgefühl, weil sie es nicht geschafft haben, ihr Kind bis zur Geburt auszutragen. Um diese schmerzvolle Erfahrung besser zu verarbeiten kann psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden. Oft genügt schon eine einzige Sitzung.
Auf alle Fälle ist es für die "Mutter" in dieser Phase extrem wichtig von ihrem sozialen Umfeld (Freunde, Familie,...) unterstützt zu werden.

Gut zu wissen
- Aus medizinischer Sicht ist eine Fehlgeburt ein relativ häufiges Ereignis, das den Erfolg künftiger Schwangerschaften nur in sehr seltenen Fällen gefährdet.

- Man spricht erst ab drei (im späten Stadium manchmal auch schon ab zwei) Fehlgeburten von einem sogenannten “habituellen Abort“. Der Arzt führt dann zahlreiche Untersuchungen durch, um eine eventuelle Anomalie zu diagnostizieren und eine geeignete Behandlung zu finden.

http://kinderwunschundco.yooco.de/home.html?fref=1

Dies ist der Link zum Gästebuch

Hier habe ich den Link zum Chat den ich angelegt habe. Tut mir leid dass man ihn nicht direkt anklicken kann.

http://kinderwunschundco.yooco.de

 

 

Jetzt etwas für Frauen und Männer die bereits Eltern sind:

eXtra: Trotzphase
 

 

10 Tipps Kindern Verantwortung beizubringen:

1. Lob
Ein Lob bedeutet Anerkennung, Stolz und das Kind bekommt die Bestätigung, etwas richtig gut gemacht zu haben. Natürlich möchte es immer wieder gelobt werden, beginnt sich Gedanken zu machen, wo es weitere Verantwortung zeigen kann und wächst so, Schritt für Schritt in das Verantwortungsbewusstsein hinein. Dabei können schon Kleinkinder besonders gelobt werden, wenn sie ein Spielzeug ohne Aufforderung wieder an seinen Platz bringen.

2. Haustier
Ein eigenes Haustier haben zu dürfen, ist sicher ein Wunsch jeden Kindes. Beachtet man, welche Tiere für das jeweilige Alter des Kindes geeignet sind und unterstützt das Kind in der Pflege, so dass es sich nicht überfordert fühlt, wird das Kind mit sehr viel Freude die Verantwortung tragen. Dazu kann bereits gehören, dass das Kind im Schulalter seinem Kaninchen täglich einmal ein Stück frisches Gemüse bringt oder dafür zu sorgen hat, dass immer sauberes Trinkwasser im Käfig ist. Eltern sollten allerdings, gerade beim ersten eigenen Haustier, auch dann nicht den Großteil der Verantwortung auf das Kind übertragen, wenn dieses schon älter ist. Plötzlich viele, bisher ungewohnte Aufgaben zu haben, kann Kinder überfordern.

3. Leben erhalten
Gemeinsam etwas mit dem Kind pflanzen, zu staunen, wie aus dem Keim eine Pflanze wird, die wächst, vielleicht sogar einmal eine Ernte einbringt, ist nicht nur faszinieren, sondern benötigt regelmäßige Pflege- Verantwortung, die nicht überfordert. Schon mit kleineren Kindern, etwa im Kindergartenalter, können Sprösslinge auf der Fensterbank gezogen werden, die den Abendbrottisch bereichern. Später können andere Pflanzen, mit mehr Ansprüchen hinzu kommen, wenn das Kind weiter Interesse am Gärtnern hat.

4. Kochen und Backen
Welches Kind ist nicht stolz, wenn es etwas zu den Mahlzeiten beitragen kann? Schon kleinere Kinder können helfen die geschälten Kartoffeln ins Waschwasser zu legen und später, wenn die Kinder älter sind, gibt es auch sehr schöne Koch- und Backbücher speziell für Kinder, aus denen sie selbstständig komplette Mahlzeiten zaubern können. Mama oder Papa sollten immer in der Nähe sein und anbieten “Wenn ich Dir etwas helfen kann, lass es mich bitte wissen.” Natürlich wird das kulinarische Ergebnis gelobt und gemeinsam kann man mit dem Kind neue Rezepte ausdenken.

5. Taschengeld
Kinder haben oft Wünsche, die das Taschengeldbudget um Einiges überschreiten. Eltern können mit den Kindern Vereinbarungen treffen, dass diese über einen bestimmten Zeitraum eine festgelegte Summe selbstständig ansparen. Dabei sollte weder die Höhe der Summe zu hoch sein, noch eine ständige Überwachung stattfinden. Anreiz könnte sein, dem Kind zuzusichern, dass die Eltern, wenn es die Hälfte der benötigten Summe, in einem Zeitraum angespart hat, den Rest für die Erfüllung des Wunsches dazu legen.

6. Trost
Rückschläge kann es immer geben, das geht auch uns Erwachsenen so. Kinder empfinden diese besonders intensiv als persönliches Versagen, sodass sie sich nicht selten abkapseln und weitere Verantwortung scheuen, um nicht neue ‘Fehler’ zu begehen. Eltern sollten Trost spenden und dabei besonders das betonen, was positiv verlief. Stirbt unerwartet das Haustier, trotzdessen dass das Kind sich bemüht und seine Sache gut gemacht hat, sollte hervorgehoben werden, dass das Tier zumindest jemanden hatte, der es sehr geliebt und umsorgt hat.

Quelle: MamiWeb.de

 

 

Und jetzt ,für alle Väter und werdenen Väter

Ein Vater erlebt die Geburt

Für jeden Mann, der zum ersten Mal eine Geburt erlebt, ist es ein unvergessliches Erlebnis, das große Eindrücke hinterlässt. Sicher etwas anders als das, was die Frau erlebt, aber dennoch tief und prägend. Da ich eher schreibfaul bin, habe ich meine Frau gebeten meine Geschichte aufzuschreiben und ich hoffe damit jemandem Mut machen zu können: den werdenden Vätern, die ängstlich dem "Abenteuer Geburt" entgegen sehen.

Wir wollten ein gemeinsames Kind, das war uns klar und wir "übten" fleißig, um dann Monat für Monat enttäuscht zu werden, dass wieder kein Baby unterwegs ist. Eigentlich glaubten wir kaum noch daran, dass es eines Tages funktionieren würde und es war schon fast Routine, die uns sagen ließ "Das wird schon noch klappen!".

Es war Anfang Januar als meine Frau mit sehr ernstem Gesichtsausdruck das Gespräch mit mir suchte und sagte "Weißt Du noch, wenn wir meinten, dass wir langsam die Hoffnung auf ein gemeinsames Kind verlieren, wir uns gleichzeitig auch wieder aufbauten? Naja, wir hatten recht!" und mit diesen Worten hielt sie mir einen positiven Schwangerschaftstest unter die Nase.
 

 

So sehr ich diesen Augenblick herbeigesehnt hatte, so sehr war es auch ein unerwartetes Erschrecken. Tausende Gedanken wirbelten in meinem Kopf herum, sagten mir, dass sich nun so vieles ändern würde und ich brauchte ein paar Tage, um dieses Kopfchaos zu sortieren und hauptsächlich die Freude zu empfinden.

Es war in den ersten Monaten, schwierig mich mit all den neuen Eindrücken identifizieren zu können. Meine Frau veränderte sich im Wesen, war manchmal reizbar, dann wieder dem Wasser sehr nah gebaut. Den ganzen Tag liefen Sendungen rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt, Babykataloge stapelten sich in jeder Ecke des Hauses und manchmal war ich einfach nur überfordert, weil ich das alles wie eine fremde Welt empfand. Es war als habe ich nicht teil an dem, was sich im Körper meiner Frau tat, als sei sie ganz in sich allein ohne mich wahr zu nehmen oder zu brauchen.

Das änderte sich erst als ich verstand, dass sie mich mit all der Euphorie anzustecken und nicht zu überrumpeln versuchte. Gemeinsam gingen wir dann fürs Baby shoppen, suchten Kleidung aus, testeten Kinderwagen und auch wenn ich mir anfangs einredete, das ich mich dagegen sträubte, verfiel ich immer mehr dem Rausch meiner Frau eine Stütze beim Nestbau zu werden. Als ich dann etwa 2 Monate vor der Geburt das Babyzimmer in einer Nachtschicht renovierte und einrichtete, war jede Spur von Ausgeschlossen sein verschwunden und ich freute mich auf den Moment unser Baby im Arm halten zu dürfen.

Früher hatte ich immer gesagt, ich würde im Leben keinen Säugling auf den Arm nehmen, denn ich könnte ihn ja verletzen und auch in den Kreißsaal würde ich niemals mitgehen. So dachte ich bevor ich zum ersten Mal aktiv eine Schwangerschaft miterlebte. Nun stand für mich fest, dass ich meine Frau nicht allein bei der Geburt lassen würde. Ich wollte dabei sein, sie und unser Baby beschützen, sie stützen wenn ich konnte und natürlich war ich auch neugierig. All die Angst, die ich sonst verspürt hatte, ging unter in dem Gefühl Papa zu werden.

Quelle: MamiWeb.de

Eisprung berechnen
http://www.mamiweb.de/familie/kinderwunsch-und-die-fruchtbaren-tage/1

Gruppen im Forum zum Thema

Hier kannst Dich mit Müttern zum Thema Kinderwunsch austauschen

 

Entwickelt sich mein Kind normal? Mache ich alles richtig? Was muss ich bei der Erziehung beachten? Sobald Kinder das Säuglingsalter verlassen haben, werden Eltern automatisch mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Entwicklungsphasen, Erziehungsfragen, Spiele und viele andere Themen rund ums Kleinkind behandelt diese Rubrik.

Kinder und Spielen

Wie sich unser Kind auch über Kleinigkeiten freuen kann

Erziehung

Qualitätszeit contra Quantitätszeit

Entwicklung

Kinderfüße wachsen … wie wichtig passende Kinderschuhe sind

Gesundheit

Pankreatitis bei Kindern

Ernährung

Gummibären, Lutscher & Co

 

Gesunde Ernährung für Kinder
Dies ist ein Mustertext. Füge hier deinen eigenen Text ein.
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Sternenkinder

Foto: mamiweb.de

Eine Fehlgeburt oder Totgeburt zu erleiden, ist die größte Angst vieler schwangerer Frauen. Vor allem in frühen Schwangerschaftsstadien kommen Fehlgeburten leider relativ häufig vor. Totgeburten in der Spätschwangerschaft sind hingegen oft ein unerwarteter Schock für die Eltern. Trauer und Verunsicherung sind die Folgen eines vorzeitigen Kindstodes. In unserem eXtra Fehlgeburt und Totgeburt findest Du Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Themen wie Ursachen, Wiederholungsrisiko oder erneute Schwangerschaft. Außerdem haben wir hilfreiche Kontakte sowie Tipps zum Umgang mit der Trauer für Dich zusammengestellt.


Möglichkeiten, eine Fehlgeburt zu vermeiden

Wenn ein Baby im Mutterleib verstirbt und noch keine 500 g wiegt, so spricht man von einer Fehlgeburt. Eine Frau kann während der Schwangerschaft durch ihr Verhalten und ihre Ernährung einiges dazu beitragen, dass das Kind gesund zur Welt kommt. Nicht immer kann jedoch eine Fehlgeburt verhindert werden.

Frauen, die während der Schwangerschaft keinen Alkohol trinken, nicht rauchen und auch keine Drogen nehmen, schaffen beste Voraussetzungen für ein Baby, das gesund zur Welt kommt.

Zusätzlich sollten sich Frauen in der Schwangerschaft in gewissem Maße schonen, indem sie z.B. keine extrem schweren Gegenstände heben oder sich stark aufregen. Keinesfalls soll dies bedeuten, dass die Schwangere neun Monate auf der Couch liegen muss. Bewegung ist gut in der Schwangerschaft und trägt zum Wohlbefinden von Mutter und Kind bei. Liegt laut dem behandelnden Frauenarzt jedoch ein krankhafter Befund bei der Mutter vor, so kann der Schwangeren Bettruhe und absolute körperliche Schonung verordnet werden, um eine Fehlgeburt zu vermeiden. Teilweise muss die Schwangere dann auch bis zur Geburt in der Klinik bleiben.

Um eine drohende Fehlgeburt doch noch aufzuhalten, sollte das Paar auch auf Geschlechtsverkehr verzichten, da die Spermien eine geburtsanregende Wirkung haben.

In einigen Fällen kann auch ein operativer Eingriff vorgenommen werden. Dies ist dann der Fall, wenn eine Fehlgeburt aufgrund eines vorzeitig geöffneten Muttermundes droht. Dies kann in den ersten Schwangerschaftswochen der Fall sein, wenn das Baby noch nicht überlebensfähig wäre. Der Muttermund muss dann im Rahmen eines operativen Eingriffes künstlich verschlossen werden.

Hat die Frau während der Schwangerschaft eine Infektion (z.B. im Bereich der Scheide), so muss diese behandelt werden, um eine Fehlgeburt zu vermeiden. Die Schwangere erhält dann z.B. Scheidenzäpfchen oder Medikamente in Tablettenform verabreicht.

Hatte eine Frau bereits eine Fehlgeburt, so wird meist nach der Ursache geforscht, um diese bei der nächsten Schwangerschaft frühzeitig behandeln bzw. unterlassen zu können. Die betroffenen Frauen sollten dann auch versuchen, sich uneingeschränkt auf die neue Schwangerschaft einzulassen und nicht immer wieder an die vergangene Fehlgeburt zurück denken. Positive Gedanken können oftmals auch eine Fehlgeburt verhindern.

 

7. Kompromisse
Bei all dem Lernen von Verantwortung, müssen wir Eltern manchmal auch die Bremse ziehen, um unsere Kinder nicht möglichen Gefahren auszusetzen. Allein mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, die an der stark befahrenen Hauptstraße liegt, ist unter Umständen zu gefährlich. Kompromisse können dann hilfreich sein “Du, ich finde es zu gefährlich, wenn Du allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren möchtest. Ich weiß, Du bist sehr aufmerksam im Straßenverkehr, nur leider sind das nicht alle Verkehrsteilnehmer und die könnten Dich dann anfahren. Aber was hältst Du davon, wenn Du mit dem Fahrrad zum Schwimmbad/Sportverein fährst? Da müsstest Du nur durch verkehrsberuhigte Nebenstraßen, wo mögliche Raser kaum lang fahren.”

8. Aufgabengebiete
Feste, regelmäßige Aufgabengebiete bringen beständige Verantwortung ins Leben des Kindes. Ist es seine Aufgabe, die Teller für das Abendbrot zu decken und es vergisst dies, kann sich die Familie an den Tisch setzen, sich gespielt ratlos ansehen und freundlich rätseln, was denn wohl fehlt. Sätze wie “Ach, Mensch, Du hast ja schon wieder vergessen...” sollten dabei tunlichst vermieden werden. Erinnerungen können auch mit einem Lächeln so ausgesprochen werden, dass das Kind zum Mitdenken angeregt wird, ohne sich getadelt zu fühlen.

9. Freiraum
Kinder brauchen Freiräume, um Eigenverantwortung zu lernen. Wollen sie mit anderen Kindern im Schnee spielen und ‘vergessen’ ihre Handschuhe anzuziehen, lernen sie aus den kalten Fingern, dass es zukünftig besser ist, an die Handschuhe zu denken. Eltern sollten allgemein die Kinder motivieren, etwas auszuprobieren. “Ich finde toll, dass Du Dich dafür interessierst! Magst Du es mal versuchen? In der Bibliothek soll es tolle Bücher zu diesem Thema geben, da könntest Du Dich schon einmal rein lesen.”

10. Bitten
Eltern müssen nicht perfekt sein und erst recht den Kindern keinen Perfektionismus vorgeben. Sie dürfen sogar ein wenig vortäuschen, Hilfe zu benötigen. “Hilfst Du mir beim Abendbrot? Ich finde, wenn Du den Tisch deckst, sieht alles viel appetitlicher aus.” kann da schon sehr viel Stolz im Kind wecken und es wird vermutlich öfter, von sich aus, mithelfen und damit einen Teil der Verantwortung für das Abendbrot übernehmen.

Quelle: MamiWeb.de

 

 

Erfahrungsbericht: Meine selbstbestimmte Fehlgeburt

 

Täglich hören wir die traurigen Erzählungen von Frauen, die ihre Kinder schon früh in der Schwangerschaft zu den Sternen gehen lassen mussten. So viel Trauer und Verständnislosigkeit, manchmal auch Wut, das Schicksal nicht beeinflusst haben zu können und immer wieder Schilderungen, in denen den Frauen, direkt nach der Diagnose, ihr Baby lebe nicht mehr, die Verantwortung abgenommen wurde, indem man sie umgehend zur Ausschabung überwies. Man klärte auf, dass das „sein müsse“ und vermittelte den Frauen nicht selten das Gefühl, indem man ihnen alle weiteren Wege und Entscheidungen abnahm, dass sie nicht in der Lage sind, mit dieser Situation fertig werden können, wenn sie niemand dort hindurch führt. Das wollte ich nicht. Als feststand, dass mein Kind nicht mehr lebt, forderte ich zumindest Optionen und soweit Selbstbestimmung, wie mein Körper fähig wäre, seinen Weg zu gehen. Dies ist mein Erfahrungsbericht einer Fehlgeburt, bei der ich mein Recht einforderte, meinen Körper soweit allein gehen zu lassen, wie er in der Lage sein würde.

Der eigene Körper als Feind

Als ich fast 10 Monate nach dem Verlust meines jüngsten Kindes wieder schwanger wurde, schien für uns ein Wunder zu geschehen. Ich hatte so viel Vertrauen in meinen Körper verloren, weil ich ihm nicht verzieh, wie er zugelassen hatte, dass mein Sohn so schwer krank auf die Welt kam, dass seine Geburt auch sein Todesurteil war. Durch moderne Medizin, versuchten die Ärzte, das Leben meines kleinen Sohnes zu retten, aber der schwere Herzfehler und damit verbundenen weitere organische Probleme, ließen die lebensnotwendigen Operationen nicht zu. Dachte ich, bis zur Geburt meines Sohnes noch, dass der sicherste Ort für ihn mein Bauch sei, verhakte sich danach ein Gefühl in mein Unterbewusstsein, das mir einredete, mein Körper hätte diesen kleinen Jungen bereits in meinem Bauch erlösen können, um ihm einen langen Weg zu ersparen, auf dem er sein Leben dann doch verlor. Vielleicht suchte ich einfach nur den Schuldigen. Bei einem solch schmerzhaften Verlust, braucht man einfach jemanden, dem man die Schuld geben kann. Das macht es, zumindest für den Moment einfacher, mit der Trauer umzugehen, selbst wenn man weiß, dass das Zuschieben von Schuld irrational und unsinnig ist.

So hatte ich in den Monaten völlig das Vertrauen in meinen Körper verloren und betrachtete ihn wie einen Feind, wie den Mörder meines Kindes, selbst wenn mein Verstand wusste, dass dieses Denken absolut falsch war. Ich war so damit beschäftigt, diesen Körper, der meinen Sohn nicht vor dem Leidensweg beschützt hatte zu hassen, dass ich nicht einmal mehr an die vielen Momente dachte, in denen mein Sohn mich angelächelt hatte und wie oft ich sagte „Wenn jemand lächelt, dann leidet er nicht“.
Es war wie ein Zwang, positive Gedanken und Selbstvertrauen nicht mehr zuzulassen, wenn es um meinen Körper ging. Er hatte, in meinen Augen versagt, also entsagte ich ihm jedes Recht, von mir respektiert zu werden.

So empfand ich die neue Schwangerschaft zwar als Wunder, stand jedoch innerlich auch regelrecht in Lauerstellung, denn ich ging bereits von Anfang an davon aus, dass mein Körper, wenn überhaupt, nur unter meiner strengsten Beobachtung fähig wäre, ein gesundes Kind auszutragen. In diesen Gefühlen dachte ich tatsächlich, dass ich jedem Fremden mehr vertrauen kann, als meinem eigenen Körper. Als sich dann herausstellte, dass das Kind, auf das wir uns so freuten, nicht mehr lebte, hatte ich zwei Optionen: mich dem Hass auf meinen Körper weiter hinzugeben oder zu erkennen und lernen. Ich entschied mich für die letztere Option und bin froh, diesen Weg gegangen zu sein.

Auch ohne den vorherigen Verlust eines Kindes und den Hass auf den eigenen Körper, erleben viele Frauen tagtäglich und weltweit, was auch ich erleben musste. Viele gehen einen Weg der Fremdbestimmung, weil er ihnen Sicherheit vermittelt. Ich suchte diese Sicherheit in den Optionen, die ich habe und auch wenn ich nicht einen so großen Schritt auf meinem Weg hätte allein gehen können, wäre er selbstbestimmt geblieben, denn ich allein hätte entschieden, wann ich glaube, meinem Körper helfen lassen zu müssen. Dieser Weg, ließ mich zu meinem Körper zurück finden und wieder vertrauen lernen.


Mein Tagebuch

Eintrag 1: Heute habe ich einen Schwangerschaftstest gemacht, der schwach, aber immerhin deutlich positiv war. Mein Eisprung hatte sich verschoben, wie er es eigentlich immer gemacht hat, nur hatte ich das Wissen darum völlig verdrängt. Vor gut einer Woche, zeigte mir der Ovulationstest an, dass mein Eisprung bevorsteht und nahm mir zumindest die Angst, inzwischen vielleicht gar keinen Eisprung mehr zu haben. Nun sind wir also wieder schwanger! Ich hoffe, dass alles gut geht und ich meine Ängste, dass das Schicksal einen ähnlichen Weg mit uns geht, wie bei unserem Sohn, der uns verlassen musste, unter Kontrolle bekomme. Zumindest möchte ich versuchen, sofern die Schwangerschaft gesund verläuft, Untersuchungen auf das nötige Mindestmaß zu reduzieren, um nicht wieder das Gefühl zu haben, dass mein Körper allein nicht mehr mit einer Schwangerschaft fertig wird. Ich bin mir bewusst, dass das Gefühl in mir, die härteste Bewährungsprobe für meine Kinder sei die Zeit der Entwicklung in meinem Bauch zu überleben, irrational ist, aber noch komme ich dagegen nicht an.

Eintrag 2: Da ich weiß, wann ich einen Eisprung hatte, kann ich recht genau bestimmen, wie weit die Schwangerschaft ist. Mittlerweile bin ich in der 7. SSW. Am 22. Tag nach der Befruchtung, fängt das Herz des Kindes an zu schlagen und ich lag an dem Tag neben meinem Mann im Bett, streichelte meinen Bauch und sprach mit meinem Mann, wie es mich irritiert, dass ich mich frage, ob das Herzchen bereits schlägt oder ob etwas nicht in Ordnung ist. Jetzt, ein paar Tage später, habe ich immer öfter und intensiver Phasen, in denen sich das Gefühl breit macht „das wird nichts“. Eine böse Stimme flüstert mir immer wieder ein, dass es dem Kind nicht gut geht, dass ich diese Schwangerschaft nicht gesund austragen werde und ich verstehe nicht, ob mein Körper mir eine Warnung damit schickt oder die Ängste, wieder ein Kind verlieren zu können, diese Gefühle nähren.

Eintrag 3: Seit gestern bin ich in der 8. SSW. Mittlerweile ist es 3 Tage her, dass das Gefühl, mit der Schwangerschaft stimmt etwas nicht, so stark wurde, dass ich zwischendurch gefühlsmäßig regelrecht in ein Loch fiel. Heute habe ich dann Schmierblutungen bekommen. Sehr verhalten, mit ausschließlich altem, bräunlichen Blut und nur beim Abwischen, aber ich bin dennoch besorgt. Gepaart mit den Gefühlen der letzten Tage, macht sich langsam immer mehr die Hoffnungslosigkeit breit. Ich hatte mir vorgenommen, erst ab der 12. SSW zum Frauenarzt zu gehen, weil ich zunächst das kritische 1. Trimester abgeschlossen haben will. Sollte das Schmieren jedoch anhalten, werde ich vielleicht auch früher zum Arzt gehen. Ich bin mir bewusst, dass der Frauenarzt mir kaum helfen können würde, wenn mit dem Kind etwas nicht in Ordnung wäre. Das erwarte ich auch gar nicht von ihm. Ich sehe ihn eigentlich nur als denjenigen, der die Möglichkeiten hat nachzusehen, ob alles in Ordnung ist und wenn nicht, was vielleicht nicht richtig stimmt. Noch warte ich jedoch, denn es kann genauso gut sein, dass das Schmieren einfach nur von einem sich auflösenden Hämatom stammt, das vielleicht noch aus der Einnistung zurückgeblieben ist. Dann gäbe es für mich kaum einen Grund zur Beunruhigung.

Eintrag 4: Die 9. SSW ist erreicht und das Schmieren bleibt. Zuerst war es in etwa alle zwei Tage etwas mehr, dann wieder weniger, aber es blieb beim bräunlichen, also alten Blut, wodurch ich mir nicht zwangsläufig mehr Sorgen machte. Seit gestern kommt jedoch helleres, rotes Blut hinzu und das Gefühl, dass mit dem Kind etwas nicht stimmt, krallt sich in mir fest, wie eine traurige Gewissheit. Ich spüre, dass es nicht einfach nur eine theoretische Angst ist, sondern eher ein Wissen aus dem Bauch heraus. Dieses Gefühl will ich nicht haben! Ich hoffe noch immer, mich zu irren, aber nachdem ich nun mittlerweile 10 Tage Schmierblutungen habe, die eher schlimmer, statt weniger werden, möchte ich nun doch, dass der Frauenarzt einen Blick auf die Schwangerschaft wirft. Ich brauche jetzt Gewissheit! Sagt der Arzt mir, dass mit dem Kind alles in Ordnung ist, dann ist es gut. Er soll dann die Ursache des Schmierens herausfinden, damit wir ggf. etwas dagegen tun können. Stimmt mit der Schwangerschaft etwas nicht, dann kann ich aufhören zu klammern. Die letzte Option gefällt mir nicht, aber das Achterbahnfahren aus Angst und Hoffnung, wird mir langsam zu viel. Wie kann ich entspannt schwanger sein, wenn ich nicht einmal weiß, welchen Weg mein Körper gerade geht?

Eintrag 5: Gestern, gleich nach meinem letzten Eintrag, waren mein Mann und ich beim Frauenarzt. Er nahm sich Zeit und erklärte viel. Sowohl Dinge, die sich nach Hoffnungen anhörten, als auch solche, die ich nicht hören wollte, weil sie Traurigkeit und Verlust mit sich bringen würden. Dann folgte die Untersuchung und ich sah bereits, bevor der Arzt etwas sagen musste, dass mein Kind zu klein ist und das Herz nicht schlägt. Es hat in etwa der 6. SSW aufgehört zu wachsen und ob das kleine Herz überhaupt jemals angefangen hat zu schlagen, wird niemand mehr beantworten können. Umgehend folgte der Hinweis, dass ich in die Klinik gehen und mich ausschaben lassen sollte. Ich weiß nicht mehr genau, was es war, aber wahrscheinlich auch ein bisschen Sturheit, denn in dem Moment war es, als ginge ein Ruck durch mich hindurch. Eben gerade, bekam ich die Diagnose, die ich erst einmal verdauen muss und nun sitzt dieser Mann vor mir und erklärt mir, dass ich ab hier jegliche Verantwortung für mich, meinen Körper und die Schwangerschaft abgeben soll an Menschen, die ich nicht kenne, die mir durch einen operativen Eingriff helfen, das zu beenden, was beendet werden muss?
Nein, das ging mir zu schnell!Ich habe die vergangenen 5-6 Wochen damit verbracht, schwanger zu sein. Das kann man doch nicht einfach so „abschneiden“, indem man mir sagt „Wir legen sie jetzt schlafen und beenden diesen Zustand, der nicht mehr zu retten ist“. Wo ist da die Zeit des Verarbeitens, des sich Verabschiedens, des Begreifens? Ich höre mich entschieden „Nein!“ sagen und danach zu fragen, warum mein Körper diese Schwangerschaft nicht selbst beenden sollte. Es folgt eine Aufklärung, die mich einerseits fast gerührt sein lässt, weil der Arzt meinen Mann und mich anschaut, als fühle er mit uns und kann meinen Wunsch verstehen. Andererseits kneife ich innerlich verbissen die Augen zusammen und beginne die Zähne zu fletschen, denn diese mitfühlende Art, mir zu erklären, dass mein Körper „das nicht kann und schafft“, wirkt auf mich fast wie ein „Du bist so naiv und dumm.... Lass Dir von mir erklären, was Du kannst und machen sollst, denn Du hast sowieso keine Ahnung“. Von unvorstellbaren Blutungen ist die Rede, der Möglichkeit, zu verbluten,... der Wahrscheinlichkeit, dass sich nicht alles ablöst und abblutet, was eine Entzündung und Blutvergiftung mit sich brächte,... der Verkapselung der abgestorbenen Frucht, die in meine Gebärmutterwand einwachsen könnte und somit jede Chance auf eine weitere Schwangerschaft nähme, da sich keine Eizelle mehr in das verkapselte Gewebe einnisten könnte,...
Ich sitze da und frage mich die ganze Zeit, wie Frauen in 190.900 Jahren, die es die Gattung „Homo“ auf Erden gibt, mit verhaltenen Aborten fertig wurden, wo doch erst die moderne Medizin der maximal letzten 100 Jahre es vermag, Frauen zu retten, indem man ihnen manuell hilft, eine Fehlgeburt abzustoßen, ohne zu sterben oder unfruchtbar zu werden.
Während der Arzt spricht, rauschen Zahlen durch meinen Kopf. Etwa 50% aller befruchteten Eizellen, sterben während oder in den ersten Wochen nach der Einnistung ab. Würden all die Frauen, die sich dann nicht ausschaben lassen, zwangsläufig verbluten, an einer Sepsis sterben oder unfruchtbar werden, wie erklärt sich dann die Überbevölkerung auf unserem Planeten? Mir ist egal, wie vernünftig sich die Argumente des Arztes anhören. Ich WILL selbst bestimmen, welchen Weg wir gehen. Mein Körper hat dieses Kind nicht weiter wachsen lassen. Wahrscheinlich, weil es Fehlentwicklungen gab und es nie wirklich lebensfähig gewesen wäre. Genauso sendete mir mein Körper, mit dem Schmieren, Zeichen. Er hat also funktioniert und gehandelt. Warum sollte ich ihm nicht die Chance geben, diesen Weg weiter zu gehen, es selbst „zu Ende“ zu bringen? Nein, ich wollte es zumindest versuchen, was ich dem Arzt auch deutlich sagte. Mein Körper sollte seinen Weg gehen dürfen und erst, wenn dieser zu steil wird, ihn allein zu gehen, würde ich eine Ausschabung in Betracht ziehen und die Ausschabung erwähnen. Als eine Art Ass im Ärmel, einen Trumpf, den ich immer noch ziehen kann, wenn nichts mehr geht. Aber dann als selbstbestimmt und von mir entschieden, nicht weil jemand für mich entscheidet.

Wir sind zu Hause. Den Kindern, die gleich auf uns zu stürmen und fragen, ob alles mit dem Baby in Ordnung ist, erklären wir, dass, wenn ein Baby im Bauch der Mama ist, erst eine kleine Seele einziehen muss. Sie tut das langsam und mit bedacht, schaut sich den Körper erst einmal genau an, bevor sie sich entscheidet zu bleiben und erst, wenn sie glaubt, dass der Körper geeignet ist, bleibt sie. Der Körper, den wir zur Verfügung stellten, passte keiner kleinen Seele und so zog niemand ein. Das Herz begann nicht zu schlagen und das bedeutet nun, dass der Körper, den wir einem Baby geben wollten, ausziehen muss.
Die nächsten Stunden verbrachten wir mit begreifen lernen und dem Beginn, sich zu verabschieden. Ich erkannte zum ersten Mal wieder, dass mein Körper funktionierte und auch wenn ich ihm nie verzieh, meinen kleinen Sohn nicht genügend geschützt zu haben, wurde mir nun klar, dass ich meinem Körper deswegen nicht alle Fähigkeiten absprechen konnte. Zum ersten Mal begann ich innerlich, meinem Körper die Hand zu geben, Frieden mit ihm zu schließen und willig zu sein, mit ihm gemeinsam den Weg weiter zu gehen. Ich dachte an die Geburt meines Sohnes damals. Der Kaiserschnitt in Vollnarkose, zu erwachen, während mein Kind auf Intensivstation lag und dass wir, durch die medizinische Versorgung, die er benötigte, um am Leben zu sein, nie Zeit hatten, als Mutter und Kind anzukommen, uns ganz allein kennen zu lernen und zu beschnuppern. Mir wurde bewusst, dass ich die Schwangerschaft mit meinem Sohn nie abgeschlossen hatte und ich fragte mich, wie ich in eine neue Schwangerschaft gehen konnte, ohne das nötige Vertrauen in meinen Körper und mit dem Gefühl, in meiner Seele immer noch schwanger mit meinem Kind zu sein, das mich vor 10 Monaten bereits verlassen musste. Als mir diese Gedanken durch den Kopf schossen, erwachte umso mehr mein Kampfwille für den selbstbestimmten Weg, einen natürlichen Abgang zumindest zu versuchen. Ich sah nicht den Verlust des Kindes im Vordergrund, sondern die Chance, auf Heilung meiner Seele, indem ich wieder Vertrauen in meinen Körper entwickeln könnte und endlich gebären dürfte, um eine Schwangerschaft, die vor 15 Monaten endete, auch in meinen Gefühlen abzuschließen.

Eintrag 6: Ich habe lange und intensive Gespräche mit meiner Hebamme geführt. Sie erklärte mir, auf welche Zeichen ich achten sollte, wann Blutungen gefährlich werden können, dass ich beobachten soll, ob ich Fieber bekomme und sogar, was ich am Geruch meines Ausflusses erkennen könnte. Sie nahm mir einen Teil der Angst und gab mir weiteres Selbstvertrauen, fähig zu sein, die Zeichen zu erkennen, die mein Körper mir senden würde, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Wir besprachen, dass ich mich nicht an den strengen Zeitplan halten würde, den der Arzt mir gesetzt hatte, bis „er nicht länger ein Abwarten verantworten könnte und mich überweisen würde, damit ich ausgeschabt werde“. Ich wusste mittlerweile, dass es durchaus 2-4 Wochen dauern kann, bis mein Körper die abgestorbene Frucht durch Blutungen abstößt. Ebenso kannte ich die Möglichkeit, dass mein Körper die Frucht abbaut und resorbiert, um dann wieder in einen Zyklus zu kommen und dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn dies sogar 6-8 Wochen dauern kann. Solange die Fruchtblase intakt war, schien es sehr unwahrscheinlich, dass eine Entzündung, ausgelöst durch die abgestorbene Frucht, eine Sepsis auslösen könnte. Mit all dem Wissen, ging ich bestärkt daran, in mich zu horchen, mich zu verabschieden und meinem Körper zu danken, dass er mir die deutlichen Zeichen gesetzt hatte.

Eintrag 7: Vor zwei Tagen, haben wir die Diagnose bekommen. Mein Mann stand an meiner Seite, wie der Fels in der Brandung. Er vertraute meinem Körper, mir und sagte bereits beim Verlassen der Arztpraxis, dass er hinter meinem Entschluss stehe. „Mag sein, dass Du Dir selbst momentan noch nicht wieder recht vertraust, aber ich tue es. Und deshalb stehe ich zu Deinem Entschluss, egal, in welche Richtung er Dich führt. Du allein bestimmst, wenn es Zeit wäre, in die Klinik zu fahren und ich werde bei Dir sein und mit Dir darum kämpfen, dass niemand Dir das Recht nimmt, selbst zu bestimmen, was Du willst und was nicht“. Ich überlegte, wie viele Männer ängstlich waren, aus einer Hilflosigkeit ihre Frauen drängten, den Anweisungen des Arztes blind zu folgen und war in dem Moment unendlich stolz auf meinen Mann. Ohne ihn, hätte ich diese Kraft und das Selbstvertrauen kaum wiederfinden können.
Am Nachmittag beschloss ich, dass ich bereit bin loszulassen. Es war, als spräche eine Stimme in meinem Unterbewusstsein zu mir und leitet ich. Ein sehr merkwürdiges Gefühl, denn es bezog sich nur noch darauf, auf den eigenen Bauch zu hören. Aber ich wollte mich dem öffnen und schauen, wohin es mich trägt.
So legte ich mir eine Wärmflasche auf den Bauch und merkte bald, dass die Hitze einen leichten Bauchschmerz förderte. Etwas in mir sagte, dass dieser Schmerz richtig und wichtig sei. Zunehmend wurden die Schmerzen stärker und irgendwann erkannte ich sie fast erstaunt als Wehen. Es war unangenehm, aber nicht so heftig, dass ich glaubte, es nicht aushalten zu können. Schmerzmittel wolle ich nicht nehmen, um den Schmerz besser beobachten zu können. Ich wusste, verändert er sich und fühlt sich nicht mehr „richtig“ an, könnte das auf Komplikationen hinweisen, die die Notwendigkeit der Ausschabung ergaben. Gegen Abend, kamen die Wehen in recht kurzen Abständen und das Schmieren wurde zu einer leichten Blutung. Jetzt, so wusste ich, war die Zeit des Abschieds gekommen. Alles war vorbereitet. Genug Binden lagen griffbereit, ich hatte mir ein Eisenpräparat gekauft, dass ich einnahm, um meinem Körper zu helfen, mit den Blutungen besser zurecht zu kommen und genug zu Trinken, stand parat. Für alle Fälle lag immer ein dickes Handtuch unter meine Po und irgendwann konnte ich scherzhaft sogar sagen „Ich glaube, ich komme nun endlich zu der Hausgeburt, die ich immer hatte haben wollen. Zwar nicht mit dem glücklichen Ausgang, ein gesundes Kind in den Armen zu halten, aber immerhin mit dem Erleben, dass ich auch allein und ohne Medizin gebären kann“. Um meine Kräfte zu schonen und einzuteilen, legte ich mich am späten Abend etwas hin. Ich wusste nicht, was genau auf mich zukommen würde. Nur, dass die Wehen wahrscheinlich stärker werden würden und ich mit sehr starken Blutungen, während des Abgangs, zu rechnen hatte. Dafür wollte ich meine Kräfte schonen.

Eintrag 8: Es ist der dritte Tag nach Diagnosestellung und mein Körper hat ein Wunder vollbracht. In all der Traurigkeit, jetzt kein gesundes Kind austragen und gebären zu können, habe ich in der letzten Nacht dennoch geboren. Für die Einen, eine abgestorbene Frucht, einen verhaltenen Abort, für die Anderen ein Kind, das nicht leben konnte. Für mich habe ich mein Vertrauen in meinen Körper wiedergeboren und konnte mit einer Schwangerschaft abschließen. Nicht mit dieser Schwangerschaft, sondern der, die mich von meinem Sohn entband, der mich nach nur kurzer Zeit seines Lebens, wieder verlassen musste. Ich spüre all die Endorphine, die man nach einer Geburt in sich trägt, die einem das Gefühl geben, gerade ein Mammut mit bloßen Händen erlegt zu haben und so den Stamm vor dem Hungertod bewahrt zu haben und ich weine vor Erleichterung, mich wiedergefunden zu haben.

Es war kurz nach 02:00 Uhr, in der Nacht, als ich erwachte. Als ob mich eine Stimme geweckt hätte, um mich zu fragen „Wollen wir es jetzt abschließen?“ Auf Toilette bemerkte ich, dass die Blutungen sich verstärkten und auch Gewebe abging. Noch einmal tief durchatmen und dann mit einem „OK, gehen wir es an“ in sich horchen, Wehen durch Atmung erträglich zu machen und immer wieder zur Toilette zu gehen, nachzusehen, Binden zu wechseln und in mich hinein zu fragen „Ist noch alles in Ordnung bei Dir? Geht es noch?“. Da ich immer eine sehr starke Menstruation habe, empfand ich das viele Blut nicht erschreckend. Ich wusste, dass es mehr bluten würde, war vorbereitet und konnte daher ruhig bleiben. Innerhalb von zweieinhalb Stunden, blutete ich recht stark, verlor viel Gewebe in ungewohnter Größenordnung und begleitete mich selbst auf eine Art, als sei ich meine eigene Hebamme. Dann folgten vier oder fünf stärkere Wehen und mit einem Mal rutschte etwas größeres aus mir heraus. Später, als meine Hebamme es begutachtet hatte, wusste ich, dass sich ein großer Teil meiner Gebärmutterschleimhaut in einem Stück gelöst hatte. Allerdings war ich in dem Moment, als es passierte, fast erschrocken, denn so etwas Großes, hatte ich noch nie verloren. Es hätte bequem einen Kuchenteller ausfüllen können und im ersten Moment dachte ich tatsächlich, ich hätte meine gesamte Gebärmutter verloren. Erst einige Minuten später setzten rationale Gedanken ein, die mir versicherten, es könnte nicht meine Gebärmutter sein, denn sonst hätte ich, unter allergrößten Schmerzen und noch stärkeren Blutungen, auch Eileiter, Mutterbänder und alles, was mit der Gebärmutter verbunden war, verlieren müssen. So konnte ich bereits kurz danach über die unsinnige Angst lachen, was mir umso leichter fiel, weil mit dem Abgang des großen Stücks, schlagartig die Wehen aufhörten, langsam ausklangen und sich augenblicklich auch die Blutungen reduzierten.

Stolz wusste ich, ich hatte es geschafft! Mein Körper und ich, hatten gerade geleistet, was uns der Arzt an Fähigkeiten absprechen wollte. Ich hatte geboren, war einen Weg gegangen, der mich besser verarbeiten und abschließen ließ und das völlig selbstbestimmt. Natürlich blieb eine kleine Traurigkeit über den Verlust eines ersehnten Kindes, aber in mir war das Gefühl stärker, als je zuvor, dass ich wieder wusste, mein Körper funktioniert und meine Seele ist nun auch bereit, eine neuen Schwangerschaft zuzulassen. Meine Hebamme begutachtete das, was abgegangen war und konnte mir bestätigen, dass alles dafür sprach, dass mein Körper einen gesunden Weg gegangen ist. Wir wussten, dass wir noch einige Tage beobachten mussten, um ausschließen zu können, dass Reste in der Gebärmutter verblieben sind, die weitere Blutungen verursachen oder eine Infektion hervorrufen, aber auch da bereiteten wir uns keinen Stress. 10 Tage, vielleicht auch weniger, durfte es durchaus bluten, um dann abzuschwächen. Und selbst wenn sich in dieser Zeit herausstellen sollte, dass Reste verblieben waren oder eine Entzündung eine Ausschabung notwendig machten, wusste ich doch, dass diese dann nur noch so etwas wie ein „Feinschliff“ war, denn die wichtigste Arbeit, hatte mein Körper allein geleistet.

Eine Ausschabung kann, wenn Komplikationen auftreten, Leben retten. Ich finde das gut und richtig. Allerdings empfinde ich es auch als schade, wenn man vorschnell zu dieser Möglichkeit greift, zu einem Zeitpunkt, wo nichts auf eben diese Komplikationen hinweist und indem der Körper immerhin noch eine Chance hat, sich auf natürlichem Weg zu helfen. Wäre ich den Weg gegangen, den der Arzt mir zu bestimmen gedachte, hätte ich mich nicht lösen und verabschieden können. Ich hätte nie dieses Gefühl des Stolzes erlebt, mit der Situation allein fertig geworden und stärker gewesen zu sein, als mir Ärzte zugetraut hätten. Und ich empfinde es als schade, dass so viele Frauen diesen Weg der Selbstbestimmung nicht gehen dürfen, weil man ihnen verweigert, sie zu begleiten und unterstützen, nur dann einzugreifen, wenn sie es allein tatsächlich nicht schaffen, stattdessen regelrecht sagt „Wenn Du nicht tust, was wir Dir sagen, werde allein damit fertig und riskiere Dein Leben“. Das ist Angstmache, aber keine Hilfe.

Quelle: MamiWeb.de



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